Essiggurken selbst gemacht – einfaches Rezept mit Apfelessig
Wenn im Sommer plötzlich mehrere Gurken gleichzeitig erntereif sind, ist dieses Rezept eine meiner liebsten schnellen Möglichkeiten, sie direkt zu verarbeiten.
Die Gurken kommen mit Apfelessig, Dill, Knoblauch und ein paar Gewürzen ins Glas und dürfen anschließend im Kühlschrank durchziehen. Ganz ohne Einkochen und ohne komplizierte Vorbereitung.
Nach ein paar Tagen sind sie wunderbar würzig und knackig – perfekt zur Brotzeit, zu Salaten oder einfach direkt aus dem Glas.
Essiggurken oder fermentierte Gurken – was ist der Unterschied?
Bei diesen Gurken sorgt Essig für den säuerlichen Geschmack. Sie werden nicht fermentiert und sind auch nicht für die ungekühlte Vorratshaltung gedacht.
Wenn du Gurken lieber ohne Essig haltbar machen möchtest, findest du bei mir auch meine Salzgurken nach Malosol-Art.

Rezept: schnelle Essiggurken mit Apfelessig
Zutaten für 1 Glas
- etwa 250–300 g kleine Einlege-, Snack- oder Gartengurken
- 150 ml Apfelessig mit 5 % Säure
- 150 ml Wasser
- 1 TL Salz
- 1 TL Honig
- 1–2 Knoblauchzehen
- einige Pfefferkörner
- einige Zweige frischer Dill
- ½–1 TL Senfkörner nach Geschmack
Optional kannst du noch etwas Fenchelgrün oder andere passende Gartenkräuter dazugeben.
So einfach geht's
- Gurken gründlich waschen.
- Vom Blütenende eine dünne Scheibe abschneiden. Das kann dabei helfen, dass die Gurken knackiger bleiben.
- Je nach Größe die Gurken in Scheiben oder längliche Stücke schneiden. Sehr kleine Einlegegurken kannst du auch ganz lassen.
- Gurken zusammen mit Knoblauch, Dill, Senfkörnern und Pfeffer in ein sauberes Glas schichten.
- Apfelessig, Wasser, Salz und Honig in einen kleinen Topf geben und unter Rühren erhitzen, bis sich Salz und Honig gelöst haben.
- Den Sud über die Gurken geben, sodass sie vollständig bedeckt sind.
- Das Glas etwas abkühlen lassen, verschließen und anschließend direkt in den Kühlschrank stellen.
- Mindestens 24 Stunden ziehen lassen. Nach 2–3 Tagen haben die Gurken noch mehr Geschmack angenommen.
Und dann darf probiert werden. 🌿
Wie lange halten die schnellen Essiggurken?
Da diese Gurken nicht eingekocht werden, gehören sie immer in den Kühlschrank.
Ich würde sie als frische Kühlschrankgurken behandeln, immer mit sauberem Besteck entnehmen und innerhalb weniger Wochen verbrauchen.
Möchtest du Gurken dagegen monatelang ungekühlt im Vorratsschrank lagern, brauchst du ein dafür geprüftes Einkochrezept. Dieses Rezept ist ausdrücklich für den Kühlschrank gedacht.
Welche Gurken eignen sich am besten?
Besonders schön werden die Essiggurken mit kleinen, festen Früchten.
Gut geeignet sind:
- Einlegegurken
- Snackgurken
- kleine Gartengurken
Sehr große Gurken kannst du ebenfalls verwenden. Dann würde ich sie in Scheiben oder Stifte schneiden und bei Bedarf das sehr weiche Kerngehäuse entfernen.
Am besten verarbeitest du Gurken möglichst frisch nach der Ernte. Dann sind sie besonders knackig.
So bleiben die Gurken schön knackig
Ein paar Kleinigkeiten machen einen Unterschied:
- möglichst frische und feste Gurken verwenden
- das Blütenende dünn abschneiden
- Gurken nicht unnötig weich kochen
- nach dem Befüllen kühl lagern
Gerade bei Gurken aus dem eigenen Garten finde ich es schön, sie möglichst direkt nach der Ernte ins Glas zu bringen.
Welche Kräuter passen zu Essiggurken?
Hier kannst du wunderbar mit dem arbeiten, was gerade im Garten wächst.
Meine Lieblingskombination bleibt Dill und Knoblauch.
Dazu passen zum Beispiel:
- Senfkörner
- Pfefferkörner
- Fenchelgrün
- etwas Chili
- Estragon
Du brauchst aber gar nicht viele Gewürze. Gerade bei frischen Gartengurken schmeckt eine einfache Mischung oft am schönsten.
🌿 Mein kleiner Gartenmoment
Wenn im Sommer plötzlich mehrere Gurken gleichzeitig reif werden, entsteht bei mir oft ganz spontan ein neues Glas.
Nicht lange geplant und nicht kompliziert.
Ein paar Gurken aus dem Garten, Dill, Knoblauch und ein einfacher Sud – und schon ist wieder ein kleines Stück der Ernte verarbeitet.
Genau diese unkomplizierten Rezepte mag ich besonders.
Der Garten schenkt etwas – und wir bewahren es einfach ein kleines bisschen länger. 🌿
FAQ – Essiggurken selber machen
Wie lange müssen Essiggurken ziehen?
Nach etwa 24 Stunden kannst du die ersten Gurken probieren. Nach 2–3 Tagen im Kühlschrank haben sie deutlich mehr Geschmack angenommen.
Müssen die Essiggurken gekocht werden?
Die Gurken selbst werden bei diesem Rezept nicht gekocht. Lediglich der Sud wird kurz erhitzt, damit sich Salz und Honig gut lösen.
Danach kommt das Glas in den Kühlschrank.
Kann ich den Honig weglassen?
Ja. Der Honig dient hier vor allem dazu, die Säure geschmacklich etwas abzurunden.
Wenn du deine Essiggurken lieber deutlich säuerlich und herzhaft magst, kannst du ihn weglassen.
Welchen Essig kann ich verwenden?
Für dieses Rezept verwende ich Apfelessig mit 5 % Säure.
Achte beim Kauf auf die Säureangabe auf der Flasche. Essig mit unbekanntem Säuregehalt würde ich zum Einlegen nicht verwenden.
Warum muss das Glas in den Kühlschrank?
Diese Essiggurken werden nicht eingekocht und sind deshalb kein ungekühlt haltbarer Vorrat.
Der Kühlschrank gehört bei diesem schnellen Rezept zur Aufbewahrung dazu.
Sind Essiggurken und fermentierte Gurken dasselbe?
Nein.
Bei Essiggurken kommt die Säure durch den Essig in den Sud. Bei fermentierten Gurken entsteht die Säure dagegen während der Milchsäuregärung.
Deshalb sind es zwei unterschiedliche Methoden des Haltbarmachens.
Kann ich große Gartengurken verwenden?
Ja. Schneide sie einfach in Scheiben oder Stifte. Bei sehr großen Gurken kannst du das weiche Kerngehäuse vorher entfernen.
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Denn gerade im Sommer braucht es oft gar keine komplizierten Rezepte – manchmal reicht ein Glas, ein paar Kräuter und das, was gerade im Garten wächst.